Zu Besuch in Japan
Während meiner Ausbildung zum Orthopädieschuhmacher in Hannover lernte ich Yuto Ozeki kennen. Er kommt aus Japan und lernte im gleichen Unternehmen wie ich das Orthopädieschuhmacherhandwerk.
Während unserer Zeit in Hannover fragte ich Yuto oft über Japan aus, da ich das Land sehr interessant fand. So sprachen wir oft über Deutschland und Japan, über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede .Während unserer Gespräche erzählte er mir von seinem Traum eine Orthopädieschuhmacherwerkstatt in seiner Heimatstadt Fukushima zu eröffnen.
Nach seiner Ausbildung arbeitete Yuto noch einige Zeit In Hannover. Um dann nach einigen Jahren wieder nach Japan zurückzukehren. Wir blieben in Kontakt und so erfuhr ich, dass er zuerst in Tokio arbeitete, um dann anschließend 2022 seine Werkstatt in Fukushima zu eröffnen. Den Wunsch Japan zu bereisen hatte ich schon länger.
2023 war es dann soweit. die Flüge wurden gebucht .
So ergab es sich also, dass ich im Juli 2024 In Fukushima Yutos Werkstatt besuchte. In der Nähe des Fukushima Hauptbahnhofes gelegen kombiniert Yuto seine Werkstatt mit einem Café zu einem gemütlichen Ladengeschäft. Hier repariert er Schuhe, fertigt Einlagen und bietet diverse Reperaturarbeiten vom Gürtel bis zur Handtasche an. Darüberhinaus werden auch orthopädische Schuhzurichtungen wie beispielsweise Schuherhöhuhngen von ihm geplant und umgesetzt. Im Verkaufsbereich bietet er verschiedene Bequemschuhe östereichischer und deutscher Marken wie Hartjes, Waldläufer oder Legero an.



Hier findet ihr seine Werkstatt: https://werkstattohzeki.com, wenn ihr mal online vorbeischauen wollt oder „zufällig“ in Fukushima City seid.
Das Sortiment umfasst auch hochwertiges Schuhzubehör wie Schuhlöffel und Pflegeprodukte. Das zum Laden gehörende Cafe bietet eine tolle Auswahl an Heiß- und Kaltgetränken, von denen ich während meiner Zeit in Fukushima einige probierte. Meine Favoriten waren die Spezial Cola und der Matcha Latte.



Ich denke die Kombination aus Orthopädieschuhmacherwerkstatt und Café ist eine tolle Sache: so kann man sich während man auf seine Schuhreparatur oder Einlagen wartet, noch etwas Gutes gönnen. Wenn man den Blick durch den Laden schweifen lässt, fallen einem immer wieder verschiedene Andenken aus Deutschland auf, die liebevoll als Ladendekoration im Interieur integriert sind und Gemütlichkeit ausstrahlen.
So fühlte ich mich beim ersten Betreten direkt ein klein wenig zurück nach Deutschland versetzt. Wie mir Yuto berichtete, waren auch schon einmal deutsche Touristen, aufmerksam geworden durch die deutsche Ladenreklame, zu Gast in seiner Werkstatt.



So verbrachte ich also das dritte Juli Wochenende in Fukushima. und das war ein glücklicher Zufall, denn in Japan wird viel gearbeitet aber an jedem dritten Wochenende ist der Laden geschlossen. Dadurch fand Yuto dann auch die Zeit uns etwas von seiner Heimat zu zeigen. Das war dann natürlich das Highlight des ganzen Urlaubs. Und während ich diese Zeilen schreibe, kommt es mir unglaublich vor das wir wirklich dort waren. Gern wären wir noch länger geblieben.
Mein Fazit: Japan ist ein tolles Land ich habe meinen Aufenthalt dort sehr genossen. Und das japanische Essen ist wirklich klasse. Am meisten hat mich das Wiedersehen mit meinem Kollegen und Freund Yuto Ohzeki gefreut. Durch die Reise wurde mir erst richtig bewusst, welche Anstrengungen Yuto unternommen hat, um sich seinen Traum von der eigenen Orthopädieschuhtechnik Werkstatt zu erfüllen. Davor habe ich allergrößten Respekt.
Euer
Philipp